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Skoda 1000 MB. Tschechoslowakischer Kurswechsel in den 60er Jahren

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1964 folgte der Skoda 1000 MB dem Octavia nach. Der 1000 MB war das erste Auto des tschechischen Herstellers mit Heckmotor und selbsttragender Karosserie. Die neue Limousine symbolisierte einen Kurswechsel. In Mlada Boleslav wurde ein Auto gebaut, das mit seinem technischen Layout den Weg für die Reichweite ebnete, die Skoda seit vielen Jahren hatte.

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Heutzutage wimmelt es nur so von Skodas. Von Citigo bis Kodiaq, von Octavia bis Karoq: Die Modellpalette wurde unter der Schirmherrschaft von Volkswagen erweitert. In dieser Hinsicht war das Skoda-Lieferprogramm im Jahr 1964 etwas ordentlicher. Der damals selbstständige Skoda brachte mit dem Start der 1000 MB neuen Schwung in das Programm. Skoda baute das Auto auch in einer völlig neuen Fabrik in Mlada Boleslav, einschließlich vierzig Hallen und einer eigenen Stahlschmelze.

Erstes Auto mit Aluminiumguss-Motorblock

Auffallend war sicherlich der Skoda 1000 MB. Das Auto zeichnete sich durch Kurven, eine profilierte Spur über dem Dach, große Lüftungsgitter an den Seiten und eine Panorama-Heckscheibe aus. Auf beiden Seiten konnte die Belüftung mit nicht weniger als vier Fenstern geregelt werden. Die Insassen könnten dies mit zwei großen und zwei kleinen Lüftungsfenstern tun. Mit der Ankunft des Skoda 1000 MB startete der Hersteller von Mlada Boleslav eine Premiere. Skoda war der erste Automobilhersteller, der einen Motorblock aus Aluminiumguss verwendete. Das Gehäuse des Getriebes mit vier Gängen kannte auch diese Produktionsmethode. Einer der Vorteile davon war, dass die Produktionszeit verkürzt wurde. Die Motoren waren übrigens nicht ohne Probleme. Kühlprobleme und Risse im Material waren häufig, und Skoda brauchte lange, um diese Probleme zu lösen.

Mehrere Motorvarianten, ausrüstungsabhängig

Der Skoda 1000 MB debütierte mit einer flüssigkeitsgekühlten Stromquelle, die 27 kW (35 DIN-PK) und eine Kapazität von 988 ccm lieferte. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 120 km / h. Später lieferte Skoda auch einen 37-DIN-PS-Motor, der in der Ausstattungsvariante „de Luxe“ erhältlich war. Beim 1000 MBG De Luxe und beim MBX (Coupé) von 1966 lieferte der Motor selbst 45 DIN-PK, was teilweise auf die Verwendung von zwei Jikov-Vergasern zurückzuführen war. Darüber hinaus wurde der vergrößerte 1967-cm³-Motor vor 1.107 verfügbar, und zwar für die 1100 MB und 1100 MBX.

Platzgewinn und Schwanzprobleme

Da der Motor in allen Fällen 30 Grad hinter der Hinterachse geneigt war, waren die Skodas empfindlich gegen Heckprobleme. Da Skoda hinten Pendelachsen montierte, wurde dieser Effekt verstärkt. Das relativ geringe Fahrzeuggewicht sorgte ebenfalls für Furore. Die Räder waren vorne unabhängig voneinander aufgehängt. Der Skoda 1000 MB hatte ringsum Schraubenfedern. Auf der anderen Seite montierte Skoda das Reserverad und den Kraftstofftank vorne, was der Gewichtsverteilung leicht zugute kam. Skoda hat sich einen separaten Platz für das Reserverad ausgedacht, damit das Gepäck während eines Reifenwechsels an Ort und Stelle bleiben kann. Apropos Platz: Die Platzierung des Motors hinter der Hinterachse machte den Innenraum durchaus akzeptabel.

Einfach schlau in den sechziger Jahren

Skoda arbeitete geschickt an der Innenseite. Der Skoda 1000 MB hatte einen Innenraum mit einem gepolsterten Armaturenbrett. Die tief liegende Lenkradnabe wurde entwickelt, um die Anforderungen der damaligen passiven Sicherheit zu erfüllen. Mit den Möbeln kann man verschiedene Wege gehen. Zur Ausstattung gehörten mehrfach verstellbare Sitze. Die vorderen Rückenlehnen konnten umgeklappt und der vordere Sitzbereich abgesenkt werden. In Kombination mit dem höhenverstellbaren Rücksitz könnten Reisende einen Schlafplatz schaffen. Es war auch möglich, den kleinen Kofferraum hinter dem Rücksitz zu erweitern. Die Rückenlehne war klappbar und der Rücksitz war geteilt, um einen separaten Sitz zu ermöglichen. In den sechziger Jahren verwendete Skoda daher eine zeitgenössische Version des berühmten Slogans Einfach schlau.

Positive Presse

Heute können wir es uns nicht mehr vorstellen, aber die 1000 MB galten zu ihrer Zeit als recht modern. Die Konstruktion wurde von der Presse als stark und robust beschrieben. Darüber hinaus wurde die Gangschaltung des Autos gelobt, obwohl das synchronisierte Vierganggetriebe weit vom Motor entfernt war. Der Begriff passive Sicherheit wurde bereits erwähnt. Das Design des Bremssystems war jedoch konventionell: nicht getrennt und Trommelbremsen rundum.

Wettbewerb und fast eine halbe Million Mal gebaut

Der Skoda 1000 MB war eine angenehme, interessante und intelligente Alternative in den unteren (niederländischen) Preisklassen. In der Kategorie der 4000-5000 Gulden war es in den sechziger Jahren ein ausgezeichneter Gegner für Autos wie den VW 1200, den Renault 4, den Simca 1000 und den Fiat 850. Die luxuriöseren 1000-MB-Versionen (zwischen 5000-6000 Gulden) traten an Die Niederlande mit Autos wie dem Vauxhall Viva, dem Renault 8, dem NSU (Prinz) 1000, dem Citroën Ami 6 und der VW 1500 (Typ 1). Die Skoda 1000 MB und 1100 MB wurden insgesamt 443.156 Mal gebaut. Die 1000-MB-Varianten machten den Löwenanteil aus: fast 420.000 Einheiten. Mehr als die Hälfte der gebauten MB-Kopien verließ zu dieser Zeit die Tschechoslowakei. 1969 wurde die MB-Serie von der Skoda 100 und der Skoda 110 abgelöst. Heute sind die MBX-Versionen hauptsächlich nach Klassikern gefragt.

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