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Historische Vorhersage von 1977: "Keine Zukunft für den Porsche 911"

Wir schreiben 1977. Porsche hat in den letzten Jahren einen Kurswechsel durchlaufen. Der Porsche 1976 ist bei 924 erhältlich. Es ist das erste Auto aus Zuffenhausen mit wassergekühltem Motor. Auch für den deutschen Sportwagenhersteller ist die Querachskonstruktion neu. Auf der anderen Seite des Spektrums ist der 928 als der beabsichtigte Nachfolger des "Elfer" aufgetreten. Zusammen mit dem 924 verkörpert er die Zukunft von Porsche, die in glatten Linien wie in den 70er Jahren erwartet wird.

Der luftgekühlte Boxermotor blieb bis 1998 im Heck des Porsche 911. Bild: Porsche
Der luftgekühlte Boxermotor blieb bis 1998 im Heck des Porsche 911. Bild: Porsche

Die Herausgeber und Verfasser des Autotest-Jahrbuchs 1978 geben ihre Vision von der Zukunft der renommierten Marke wieder. Sie sprechen deutlich über die Perspektive des 911, der zu dieser Zeit nur "SC" in den Büchern ist. Der Turbo, der auf dem 911 basiert, wird als separates Modell betrachtet.

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Die "SC" -Version ist ein wichtiger Grund für die Autotest-Redakteure, das Ende des 911 vorherzusagen. Ende 1977 heißt es: „Der 356 war im letzten Jahr auch nur als SC-Version erhältlich. Es ist auch zu erwarten, dass 1978 das letzte Jahr des 911 sein wird. “ Das ist eine kühne Prognose, denn das Porsche-Management will die Produktion des 1981 erst im Laufe des Jahres 911 einstellen.

"Luftgekühlter Boxer erreicht die Achtziger nicht"

Die Redakteure lesen aus der Präsenz des 924 und des im März eingeführten 1977, dass Porsche den neuen Kurs eingeschlagen hat. "Der luftgekühlte Boxermotor ist daher in der Endphase." Es stimmt: Die Einführung des 928 in 924 führte zu einem starken Produktionswachstum bei Porsche. Im selben Jahr stieg die Anzahl der produzierten 1976s von 911 (6.000) auf 1975 (9.000).

Starke brust

Der 911 scheint eine starke Disposition zu haben. Der 924 und 928 stellen sich unabsichtlich als Schwungrad für die Authentizität und Wiedererkennbarkeit des 911 heraus, der die Markenwerte und -geschichte von Porsche stark repräsentiert. In 1980 ist Porsche der neue Vorstandsvorsitzende Peter W. Schutz. Er erkennt die Bedeutung des 911 an und sieht viele Innovationsmöglichkeiten.

Der 911-993 war der letzte Porsche mit luftgekühltem Boxermotor. Bild: Porsche
Der 911-993 war der letzte Porsche mit luftgekühltem Boxermotor. Bild: Porsche

Technische und kosmetische Innovationen verlängern die Lebensdauer

Das Ergebnis ist, dass der luftgekühlte 911 lange gebaut wird und regelmäßig aufgerüstet wird. Verfeinerung und Wachstum erfolgen nicht nur im motorischen Sinne. Der 911 wird auch im kosmetischen Bereich und bei Innovationen in Bezug auf Sicherheit und Antriebsoptionen auf dem neuesten Stand gehalten.

1983 kehrt der verlorene Carrera zurück. 1989 folgt ein erneuerter 964, der das lang produzierte „G-Modell“ ersetzt. 1993 erblickte der schöne 993 das Licht der Welt. Sie sehen dem 911 von 1963 immer noch sehr ähnlich, obwohl sie subtil an die Anforderungen der Zeit angepasst wurden. Der 993 wird bis 1998 in Produktion bleiben. Erst dann bläst der allerletzte „klassische 911“ - der sowohl den 924 als auch den 928 überlebt - die Kerze für die luftgekühlte Boxertechnologie aus. Um dann seine beeindruckende Karriere als wassergekühlter 911 bis heute fortzusetzen.

Eine Reaktion

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  1. schöne geschichte und ja ich selbst habe auch schon lange einen 944 gehabt und bin sehr gut gefahren, aber der traum bleibt der 911 🙂

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