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Ein BSA 65 Lightning

BSA

Ich war Anfang zwanzig, ein Mitglied der TOCN, hatte eine Triumph T150V war verliebt in eine kluge und schöne junge Dame und kaufte einen fast ebenso schönen BSA A65 Lightning für 1850-Gulden.


Die Versammlung von Jahren verlief normal, die Mitgliedschaft im TOCN verschwand. Die Kontakte zu einigen Clubmitgliedern aus dieser Zeit blieben bestehen. Die Liebe zu meiner Traumprinzessin verstarb. Im Laufe der Zeit kamen einige britische Fahrräder vorbei. Ich fand wahre Liebe in Sylvia und war lange Zeit mit Guzzies und russischen Freilandtieren gleichermaßen glücklich. Der A65 blieb jedoch eine schöne Erinnerung.

BSA und der A 65L

BSA stand für: Die Birmingham Small Arms Co. Ltd., Small Heath, Birmingham, später BSA Cycles Ltd und BSA Motorcycles Ltd., Armory Road, Birmingham. Eine Waffenfabrik. Das Markenlogo? Das waren 'die gestapelten Arme', drei Gewehre, die wie eine Art Wachtamperle gegeneinander standen. Glücklicherweise stellte BSA aber auch Motorräder (und Autos) für uns klassische Enthusiasten her.

Bekannt aus 007

Die A65L, die unter dem Namen BSA Lightning bekannt wurde, wurde unter den Bourgeois durch den James-Bond-Film Thunderball bekannt. Der A65 hatte einen Blockmotor, die Einheitenkonstruktion, anstelle eines Motorblocks. Das war der Abschied vom Aufbau eines separaten Motorblocks, der mit einem separaten Getriebe verbunden ist. Diese Vorkomponenten stammen aus der Zeit, als Motorradhersteller ihre Stromquellen und Getriebe noch bei Zulieferern kauften. Triumph war die britische Marke, die die Führung bei der Entwicklung von Motoreneinheiten übernommen hatte. Aber mit dem fast langweiligen A65 L war BSA wieder zu Hause. Und dass sie Aluminiumköpfe hatten? Das war auch modern.

Die neuen Zwillinge erwiesen sich jedoch nicht wirklich als Verkäufer

Die neuen Motorblöcke waren jedoch ziemlich gut. Nur die Ölversorgung, die Schmierung, war nicht optimal. Das Kurbelwellenlager war ebenfalls submodal. Mittlerweile wurden perfekte Lösungen für diese Probleme gefunden und überlebende A65s werden nicht viele dieser Konstruktionsfehler / Kinderkrankheiten haben. BSA selbst hat die Probleme nie gelöst. Seltsame Jungs, die Briten sind.

1970 war das Jahr, in dem die einst verhassten und inzwischen geschätzten "Oil in Frame" -Modelle aus der erzwungenen, düsteren Vereinigung der verbleibenden britischen Marken hervorgingen. In BSA-Kreisen waren die A65s aus der Zeit zuvor in der Regel die Besten.

Der Gewinn aus vergangenen Zeiten

Aber mit BSA als Vorreiter, mit Briten, die in der Teilefertigung herumspielen, und mit einer immer beeindruckenden Anzahl von Fans der Marke sowie der britischen Tendenz, eher zu behalten als abzureißen, gibt es immer noch einige A65 Lightnings, die die ganze Zeit überlebt haben. Und jetzt ist solch ein BSA ein schöner, schlanker, lebhafter Klassiker mit einem hohen Gierfaktor. Im Kontext des aktuellen Motorraddenkens ist die - damals schwere, weil 650 ccm - Maschine einfach klein. Mit seiner funkelnden roten Farbe, die für den BSA so charakteristisch ist, und seinen reichhaltigen Chromteilen wirkt es fast italienisch leichtfertig.

Ein guter Blitz ist jetzt besser als je zuvor aus der Fabrik

Das Angebot an Ersatzteilen für BSAs ist unglaublich gut und das Preisniveau der angebotenen Artikel ist für Fans japanischer Klassiker erschreckend niedrig. Es gibt manchmal dramatische Qualitätsunterschiede im Bereich dieser Komponenten. In der Tat besteht eine ausreichende Nachfrage nach BSA-Material, um die Produktion in exotische Länder wie Bokkiebokkieland und Verweggistan auszulagern. Sie können dort möglicherweise Qualität liefern. Aber wenn die Preisverhandlungen extrem eng sind, dann liefern sie einfach das, was sie bezahlt haben: Junk.

Die Zeit, in der Sie einen fast perfekten BSA A 1.850 Lightning für 65 Gulden kaufen konnten, ist übrigens vorbei. Unser Model von Brummen hat einen Angebotspreis von € 12.950.

Geschrieben von Dolf Peeters

Dolf Peeters, Automobiljournalist, Texter, Übersetzer, Mitglied des Heeren van Arnhem

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