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Sofort einsatzbereit: Harley-Davidson XLHC Sportster

Die Einführung des Harley-Davidson Sportster auf dem US-Markt im Jahr 1957 war der Masterplan, um den zunehmend erfolgreichen britischen Motorrädern in den USA entgegenzuwirken. Der Sportster war ein schneller Harley-Davidson OHV mit gefedertem Hinterrad und viel Power. Der 883 ccm V-Twin musste hauptsächlich gegen den antreten Triumph Thunderbird.


Der Ansatz hat sich bewährt. Das Triumph Schläger wurde vom etwas nationalistischen amerikanischen Motorradmarkt begeistert aufgenommen. Der ursprüngliche 883-cm³-V-Twin wuchs 1972 auf 997 cm³, um eine Reaktion auf die japanischen Ein-Liter-Motoren zu bieten. Die Erhöhung der Zylinderkapazität führte zu einem besseren Verhältnis von Bohrung zu Hub, wodurch der Blocklauf reibungsloser wurde. Ein solcher Ironhead 1000 war nach einem Lauf auf über 170 km / h schnell. Aber dann musste man ein großes Herz und starke Nackenmuskeln haben. Diese Geschwindigkeit war jedoch wichtig für die Wettbewerbsposition gegenüber den britischen Motorradmarken. Übrigens, bei optimaler Nutzung dieser Höchstgeschwindigkeit haben sowohl die Sportster als auch die britischen Zwillinge überzeugend gebrochen.

Unser Fotomodell ist ein Unikat

Nach einem Tipp fanden wir die Harley-Davidson in Leende im Motorradgeschäft Joppen. Diese Firma gibt es schon seit langer Zeit und verkauft alle Marken von Motorrädern "mit Erfahrung". Manchmal gibt es einen Klassiker. Aber der XLHC, der jetzt im Showroom in Leende ist, hat null Kilometer Erfahrung. Der V-Twin mit seinen 'Ironhead'-Blockgussrädern und der abgetasteten Abgasanlage ist buchstäblich nie gefahren. Das Fahrrad stammt aus einem Sammlergut.

Die Investition wert

Unser Fotomodell ist auch in 'Kies uw motor 1979', dem KNMV-Motorradjahrbuch, enthalten. Natürlich heißt es unter "Hersteller" AMF Harley Davidson. Experten sehen sofort einen Fehler: Bei Harley-Davidson stehen sie auf dem Bindestrich. Und 'AMF' wurde damals auch als höchst falsch angesehen. Unter dem Dach des großen Stahlkonglomerats sank die Qualität der Harleys in beispiellose Tiefen. Andererseits verhinderten die Investitionen von AMF den Niedergang der Marke. Und wir können mit den schönen - und viel besseren - Harleys von nach dieser Zeit zufrieden sein. Ebenso war der Import noch im mittlerweile legendären Maaskant und der Motor - inklusive Mehrwertsteuer - kostete 11.700 Gulden.

Ein solcher jungfräulicher Klassiker ist natürlich einzigartig

"Es ist eine Schande, hochzufahren", sagte jemand. Aber verdammt: Das Ding wurde zum Reiten gemacht! Wenn Sie eine solche Weckkussprinzessin adoptieren, gehen Sie davon aus, dass es sich nicht um Benzin und eine Batterie handelt. Die Reifen sind stark veraltet, wie schön sie auch sein mögen. Die Bremsleitungen müssen ebenfalls zu 100% ausgetauscht werden. Und es ist natürlich nicht bekannt, wie die Simmerringe (und falls vorhanden) die Ventilkappen sind. Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, alle Flüssigkeiten auszutauschen und das Öl mit einer Dosis 'Leak Lock' oder einem anderen Additiv mit frischen Weichmachern für laminierte Wellendichtungen zu verderben. Die Kabel werden auch mit etwas Schmierung zufrieden sein. Und danach muss die Maschine natürlich offiziell eingefahren werden. Der Preis für einen solch einzigartigen Fund ist natürlich ein schwerwiegender Fall von "was der Narr dafür gibt". Aber normalerweise ist es nicht (viel) höher als das einer vergleichbaren neuen Maschine mit dem letzten Herstellungsjahr. Während der Käufer eines wirklich neuen Motorrades natürlich stark abwertet und einfach ein Motorrad "wie so viele" fährt.

Eine unbeschwerte Zukunft

Wenn sich der neue Besitzer dieser Harley richtig verhält, seinen Stolz mit Respekt behandelt und ihn regelmäßig pflegt, muss ein solcher Ironhead-Block etwa 40.000 (ziemlich) störungsfreie Kilometer lang sein. Mit der jährlichen Kilometerleistung, die wir mit unseren Klassikern fahren, muss diese Tatsache ein sehr langes unbeschwertes Leben garantieren.

Geschrieben von Dolf Peeters

Dolf Peeters, Automobiljournalist, Texter, Übersetzer, Mitglied des Heeren van Arnhem

7 Kommentare

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  1. Immer wenn ich so etwas lese, denke ich, dass es irgendwo in der Kiste viel mehr Motorräder gibt, ob aktuell oder nicht, aus diesen 70,80,90ern, XNUMX, XNUMX. Ob Bestseller oder hässliche Enten, was auch immer. Gibt es Enthusiasten, die mehr darüber wissen oder „offener Sesam“ am richtigen Ort genug ist?

    Ein weiterer Tipp für Museumsliebhaber nach Corona: Wenn Sie bereit sind, ein paar Kilometer zu fahren, kann ich das Technik Museum in Sinsheim jedem empfehlen. nimm dir einen Tag dafür, denn es ist großartig! Alles, aber auch alles, was unser Herz begehrt! (Website zur Orientierung)

  2. Ich kann nicht über solche Geschichten schlafen. Eine solche Maschine scheint zu flüstern: „Ich habe die ganze Zeit auf dich gewartet, ja: du! Regierungen kamen und gingen, aber das hat mich nicht berührt. Kommen Sie zu mir und lassen Sie Ihren Partner nicht einmal das oberste Häkchen auf Ihrer Bucket-Liste stören. Komm wie du bist und bring genug lila Papiere mit. Fülle meinen Tank und bring mich von meiner Position. “ Ich habe Glück, dass dies nicht mein Lieblingsrad ist! (Das ist eine 650er Yamaha XS 75 Electric)

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