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Der Saab von Tante Cornely

Saab

Saab baute Autos für Individualisten. Tante Cornely war Internistin, ihr ganzes Leben lang unverheiratet und Saab-Fahrerin. Sie fuhr lieber blaue Autos, hatte aber auch einen silbergrauen Saab. Tante Cornely war hochgebildet, hochintelligent, ziemlich seltsam, und sie hatte eine Vorliebe für Sicherheit. Sie war eine typische Saab-Besitzerin M / V.


Es war eine hartnäckige Marke

In Skandinavien hatte die Automobilindustrie ganz andere Kriterien als die Konkurrenz im Rest der Welt. Einmal ausgewählte Modelle wurden geschätzt. Die Entwicklung auf dem Gebiet der Sicherheit wurde jedoch ständig geändert. Das führte nicht zu den schwungvollsten, modernsten und führenden Karosserien, sondern zu durchdachten, soliden und sicheren Autos. Autos, die lange hielten. Tante Cornely hatte entschieden, dass der Handelspunkt für ihre Saabs bei 100.000 Kilometern lag. Danach landete das Auto meist im Familien- oder Bekanntenkreis. Um dann noch ein paar Tonnen zu fahren. Oh ja: Sie gab ihren Autos die Namen der alten nordischen Götter ...

In 1976 war es also Zeit für 'Njord'

Immer griffbereit: Njord ist der Ehemann der Riesin Skaði und Vater von Yngvi-Freyr und Freyja. Laut dem Heimskringla war ihre Mutter die Schwester von Njords. Der Name seiner Schwester könnte auch Njord laut einer Namensrekonstruktion einer Suevi-Göttin sein, die Tacitus als "Nerthus" (= Njörðr) ins Lateinische übersetzte. Er blieb in Nóatún ("Schifffahrtsstadt"). Njord ist ein Gott, der eng mit Fruchtbarkeit verbunden ist, genau wie die anderen Wahnvorstellungen im Allgemeinen.

Eine 1976-Person Saab unterschied sich nicht revolutionär von der 1975-Person.

Die 99 Ls und GLs waren technisch identisch. Der Unterschied bestand hauptsächlich in der Ausstattung. Dinge wie der beheizte Fahrersitz und die durchbrochenen Kopfstützen in der Rückenlehne erklärten den Unterschied zu 2.000-Gulden. Die elektrisch beheizte Heckscheibe war beim Saab ein klarer Fall. Mit Lada erhöht das gleiche System auch den Komfort: Keine kalten Hände beim Schieben. Dinge wie Scheinwerferwaschanlagen und -wischer, Teppich auf dem Boden und Halogenlampen für eine bessere Sichtbarkeit im Nordlicht scheinen offensichtlich, waren aber nur in den GLs vorhanden.

Der 100 pk strong Saab 99 GL war geschmeidig und leistungsstark

Zu seiner Zeit war eine Zeit von 0-100 in engen 13-Sekunden eine ziemlich ordentliche Zeit. Der Block hob bei niedrigen Drehzahlen an und konnte daher schaltend angetrieben werden. Bei durchschnittlicher Nutzung tankte der Vierzylinder einen Liter Benzin pro zehn Kilometer. Unter rauen Bedingungen könnte das 1 auf 9 sein, aber unter diesen "perfekten Sturmbedingungen" blieb der Saab unempfindlich gegen Seitenwind und der Komfort an Bord war ausgezeichnet.

Die Kombination aus Federung, Dämpfung und den sehr guten Sitzen hat wesentlich dazu beigetragen. Das Fahrverhalten des Saab zeichnete sich durch einen stark untersteuerten Charakter aus. Die Saabs schickten nicht sehr leicht. Natürlich musste beim Einparken das Lenkrad fest gedreht werden. Das Getriebe hat seine Arbeit leicht und präzise erledigt, aber sicher nicht sportlich dynamisch.

Robust und elegant

Alles in allem war ein solcher Saab ein elegantes, robustes Auto mit einem hohen Maß an passiver Sicherheit. Er hatte komfortable und überzeugende Fahreigenschaften, war äußerst robust und bot ein hohes Maß an Individualität. Seine charakteristischen Linien machten ihn unveränderlich und verursachten ein sehr geringes Windgeräusch. "Njord" hat Tante Cornely 17.990 Gulden gekostet. Tante Cornely ist nicht mehr bei uns. Aber eine zweite Cousine von ihr fährt immer noch in 'Njord'. Der Zähler des Saab liegt aktuell bei etwas 380.000 Kilometern.


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Saab
Als Pressefotos noch schwarz-weiß waren: der Saab 99GL

4 Kommentare

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  1. Eine andere schöne Geschichte, und Saab? Ich habe ein 99 gl 5 speed perfect Auto damals und heute auch, kann sehr gut mit dem täglichen Verkehr umgehen, aber nur wenn das Wetter auf der Straße schön ist, werden sie allmählich seltener. Aalen Sie sich in einem Auto!

  2. Schöner Artikel!
    Mein Vater hatte so ein Blau. Carolina-Blau war die Farbe von 1975. Zwei-Liter-Motor und Fünftürer.
    Kaufte dieses Auto aus zweiter Hand bei Kaat & Wezel von Koog aan de Zaan. War ein Händler von Anfang an, sagen wir mal, war eigentlich sein Servicewagen. Selbst in einem sehr schweren Sturm war es leicht, in Schach zu halten.
    Sein vorheriges Auto war auch ein Saab, ein weißer Zweitürer von 1970. Dort auch gebraucht gekauft.
    Zum Glück haben die Fotos noch….

  3. Saab und Sicherheit. Ein gutes Paar. Ein Kollege stürzte während eines Urlaubs in Norwegen in einen Hang, rollte sich um 20 x um seine Achse, stieg aus und ging zu einem nahe gelegenen Bauernhof. Gibt eine clevere Vorstellung davon.
    Um meinem Schwiegervater einen potenziellen "Firmenwagen" zu zeigen, mit all den Schnickschnack, die man sich damals einfallen lassen konnte (ich dachte, es wäre eine Hyundai-Sonate), antwortete er sehr trocken: "Das ist kein sicheres Auto." . Er hat nur Saab gefahren. Sie fuhr immer die 300.000 km. Hatte einmal im Jahr einen Service durchgeführt (> 1 km), stellte aber immer einen Krug Mobil 30.000 bereit, um ihn einfüllen zu können.

  4. Vielleicht haben die Leute einen Lada gekauft, weil sie sich keinen Saab leisten konnten.
    Sie sind noch nicht so schlimm. Es gibt noch viele Länder im Ostblock!
    War ein Klon des Fiat 124 und du wirst SIE nicht mehr sehen!

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