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Stolz ŠKODA gibt es schon seit mehr als 120

ŠKODA feierte im Dezember 2015 sein 120-jähriges Bestehen. Damit ist es eine der am längsten bestehenden Automarken der Welt. Die Wurzeln des Automobilherstellers liegen in den Pioniertagen des Automobils. ŠKODA kann daher auf eine reiche Geschichte mit zahlreichen und bestimmenden Autoikonen zurückblicken. Als Teil des Volkswagen Konzerns hat sich ŠKODA in den letzten Jahrzehnten zu einem internationalen Volumenhersteller entwickelt. In den kommenden Jahren wird ŠKODA die Modellpalette weiter ausbauen.


Im Skoda Museum in Mlada Boleslav sind verschiedene Hersteller aus den frühen Produktionsjahren der tschechischen Marke zu sehen. Bild: Skoda
Im Skoda Museum in Mlada Boleslav sind verschiedene Hersteller aus den frühen Produktionsjahren der tschechischen Marke zu sehen. Bild: Skoda

Der anfang
Alles begann im Dezember 1895, als der Fahrradmechaniker Václav Laurin und der Geschäftsmann Václav Klement die Firma Laurin & Klement (L & K) gründeten. Was als kleine Fahrradwerkstatt begann, entwickelte sich bald zu einem anerkannten Fahrradhersteller. Die im In- und Ausland erfolgreichen Fahrräder wurden unter dem Markennamen 'Slavia' verkauft. Vier Jahre später begann Laurin & Klement mit der Herstellung von Motorrädern.

Das erste Auto: Voiturette A
1905 gelang dem Unternehmen mit der Einführung der Voiturette A der Durchbruch in der Automobilindustrie. Dieses Auto hatte einen 7-PS-Zweizylinder und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern. Das Sortiment wurde schnell erweitert. 1907 war L & K mit neun Modellen der größte Automobilhersteller in der ehemaligen Monarchie von Österreich-Ungarn - von kleinen Zweizylinder- und Vierzylinder-Rennwagen bis hin zu Lieferwagen und Bussen.

Politischer und wirtschaftlicher Rückschlag
Der Erste Weltkrieg, die Nachkriegsnachwirkungen und die Krise der 20er Jahre hatten erhebliche negative Auswirkungen auf die weitere Entwicklung von L & K. Um ihre Marktposition zu stärken, fusionierte L & K 1925 mit dem ŠKODA-Werk in Pilsen, dem damals größten Unternehmen in der Tschechischen Republik. Durch die Zusammenarbeit mit ŠKODA konnte das Unternehmen wieder wachsen und die Automobilproduktion in Mladá Boleslav wieder aufnehmen.

Der umstrittene Skoda der Vorkriegszeit war der Volkssport Monte Carlo. Foto: Skoda / Pon
Der umstrittene Skoda der Vorkriegszeit war der Volkssport Monte Carlo. Foto: Skoda / Pon

Wichtig
In den '30'-Jahren wurden mehrere wichtige ŠKODA-Modelle geboren. Das erste erschwingliche Auto für die Menschen war der ŠKODA 420 Popular. Es folgten weitere Modelle wie der ŠKODA 640 Superb. Dieses prestigeträchtige Sechszylinder-Flaggschiff symbolisierte damals den Erfolg von ŠKODA. Der Zweite Weltkrieg hat dieser positiven Entwicklung leider ein Ende gesetzt.

Nationalisierung und sozialistische Planwirtschaft
ŠKODA wurde nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht. Auch unter den schwierigen Bedingungen der sozialistischen Planwirtschaft wurden im Laufe des 40-Jahres als Staatsunternehmen eine Reihe wichtiger Modelle entwickelt: der ŠKODA 1101 'Tudor', der ŠKODA 440 'Spartak' und der legendäre ŠKODA Felicia Roadster. In 1964 erreichte ŠKODA mit dem 1000 MB einen neuen Meilenstein, dem ersten ŠKODA mit selbsttragender Karosserie, Hinterradantrieb und Heckmotor. Diese Kraftquelle war eine besondere: es war der erste Serienguss-Aluminiummotor der Welt. Die Tschechen produzierten jahrelang nach dieser Lesart Autos. Die Entwicklungen im Westen und in Japan haben die Tschechen in einigen Bereichen hinter sich gelassen.

Sixties Skoda mit progressivem Motor. Die 1000-MB.
Sixties Skoda mit selbsttragender Karosserie und progressivem Motor. Der 1000 MB erhielt den weltweit ersten Serienmotor aus Aluminiumguss. Foto: Skoda / Pon

Fortschritt und politische Umwälzung
In 1987 startete ŠKODA jedoch den Favorit. Ein neuer Kompaktwagen mit Frontantrieb, der vom italienischen Designstudio Bertone entworfen wurde. Für ein Land im damaligen Ostblock bedeutete diese Entwicklung eine Autrevolution. Weniger als zwei Jahre später brach die sozialistische Planwirtschaft zusammen. Nach der Samtenen Revolution in 1989 brauchte ŠKODA einen starken, strategischen Partner. Die Fusion mit der Volkswagen-Gruppe in 1991 war ein entscheidender Schritt, um die Marke zu einer der größten Erfolgsgeschichten der jüngeren Automobilgeschichte zu entwickeln. Der größte und beste Beweis dafür ist der sechsfache Anstieg des ŠKODA-Umsatzes zwischen 1991 und 2014. In 2014 verkaufte die Marke erstmals in einem Kalenderjahr mehr als 1 Millionen Automobile.

Wichtiger Spieler
Von einer Marke mit einem Modell in 1991 entwickelte sich ŠKODA erneut zu einem etablierten Auftrag, der ein umfassendes Sortiment mit rund 40-Modellvarianten bietet. Es wurde zu einer wertvollen Marke, die eine dauerhafte, attraktive und wichtige Position in der Automobilindustrie eingenommen hat. Die Tschechen können stolz darauf sein.


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