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Glas GT. Meisterwerk mit deutschen und italienischen Wurzeln.

Das Design stammt von Frua. Das relativ kleine Glas, das vom Goggomobil angebaut wurde, steigerte allmählich den Wohlstand der Völker, die in den 1963er Jahren Westeuropa eroberten. Bei der IAA 1300 in Frankfurt zeigte der Hersteller aus Dingolfing das Glas 1600 GT. Es war ein wunderschönes Meisterwerk, das schließlich seine Karriere als BMW XNUMX GT beenden würde.


Italienisches Design, deutsche Technologie. Der Glas 1300 GT. Bild: BMW AG / Hans Glas GmbH
Italienisches Design, deutsche Technologie. Der Glas 1300 GT. Bild: BMW AG / Hans Glas GmbH

Die Herstellung des deutschen Coupés mit italienischen Genen wurde sowohl von deutschen als auch von italienischen Händen realisiert. In Maggiora in Turin erhielt der Körper seine Grundformen. Danach wurde es zur Glas-Heimatbasis Dingolfing transportiert, wo das Gehäuse mit deutscher Technologie ausgestattet wurde. Das Fahrgestell hatte vorne zwei unabhängig voneinander hängende Räder. Am Heck wurde eine Kombination aus Schwenkachsen, einer starren Hinterachse und einer Blattfederung verwendet. Die Antriebskräfte wurden über eine geteilte Kardanwelle auf die Hinterräder übertragen. Das schöne Coupé feierte sein Marktdebüt als 1300 GT. Ausgestattet mit einem 75 PS starken 1.294 ccm Motor mit obenliegender Nockenwelle und Zahnriemen - eine Konstruktion, die Glas schon früh verwendete - beschleunigte das schöne 2 + 2 Coupé auf eine Höchstgeschwindigkeit von 170 Stundenkilometern. Das Bremsen erfolgte über Scheiben vorne und Trommeln hinten. Das technische Ganze fand seinen Weg in ein außergewöhnlich attraktives Design, das eine gute Grundlage für die Entwicklung einer weiteren 1300 GT-Variante bildete. Vier Monate nach Produktionsbeginn des Coupés war Fruas Kreation auch als Cabrio erhältlich, ebenfalls als 1300.

Die offene Version des Glas GT. Eine typische Schönheit der sechziger Jahre. Bild: BMW AG / Hans Glas GmbH
Die offene Version des Glas GT. Eine typische Schönheit der sechziger Jahre. Bild: BMW AG / Hans Glas GmbH

Erweiterung im September 1965

Änderungen am 1965 GT fanden im September 1300 statt. Die 1.294 ccm Stromquelle erhielt mehr Leistung. Das wurde jetzt auf 85 PS gesteigert. Gleichzeitig wurde die GT-Serie (sowohl das Coupé als auch das Cabrio) um eine 1700-Variante erweitert. In das damals noch moderne Design des sportlichen Modells Glas baute der Dingolfing-Hersteller die Stromquelle der ebenso attraktiven 1700 TS Limousine ein. Der 1700 GT hatte die gleichen Fahrwerks- und Abmessungsspezifikationen wie die kleinere motorisierte Variante. Aber das größere Aggregat hat sich technisch sicherlich ausgezahlt. Der doppelt vergaserte 1.682 ccm Motor - ebenfalls mit obenliegender Nockenwelle und Zahnriemen - leistete 100 PS auf die Kurbelwelle und ermöglichte es dem 1700 GT, eine Höchstgeschwindigkeit von 182 Stundenkilometern zu erreichen. Die Montage des größeren Motors führte zu einer kosmetischen Veränderung der Front. Die Motorhaube hat oben eine kleine Verlängerung - ausgestattet mit einem Luftgitter -, um mehr Platz für den Langhubmotor zu schaffen. Die kosmetische Veränderung fand auch Eingang in den 1300 GT.

Nach der Übernahme von Glas durch BMW wurde der GT auch als BMW 1600 GT verkauft. Dieser schöne Artikel steht zum Verkauf bei Potomac in Terborg. Bild: Potomac
Nach der Übernahme von Glas durch BMW wurde der GT auch als BMW 1600 GT verkauft. Dieses schöne Exemplar wurde bei Potomac in Terborg zum Verkauf angeboten. Bild: Potomac

BMW 1600 GT

Glas wurde im November 1966 von BMW übernommen. Für den Glas GT bedeutete dies die Umwandlung in ein BMW Modell. Die Einführung des BMW 1600 GT im September 1967 war das endgültige Ende des 1300 GT von Glas. Der 1700 GT von Glas existierte bis Ende 1967 neben der BMW-Variante. Es gab kaum Unterschiede im Aussehen, obwohl ein kleines BMW Logo auf der Vorderseite angebracht war. Unter der Haut waren die Unterschiede viel größer. Der vordere Zug blieb unverändert. Am Heck wurden die Räder des BMW - in Kombination mit einer anderen Hinterachskonstruktion - unabhängig voneinander aufgehängt. Der Motor (105 PS) des BMW 1600 GT kam direkt vom 1600-2 TI. Die runden Rücklichter stammten ebenfalls aus der Serie -02. Die ausgereifteste Version des Glas GT trug das BMW Emblem. Trotz des von der Presse erwähnten „Sprung nach vorne“ hielt der BMW 1600 GT nicht lange. Der Vorhang fiel bereits im August 1968. Ein Zeichen dafür, dass sich BMW immer mehr auf seine eigenen Modelle konzentriert.

Produktionszahlen

Insgesamt rollte der Glas 1300 GT 3.526 als Coupé vom Reifen und 242 als Cabrio. Der 1700 GT fand 1.680-Käufer als Coupé. 122 wurde mal eine Signatur unter die Bestellung für das Convertible gestellt. Der BMW 1600 GT hat es endlich geschafft, einen Käufer 1.257-Zeiten zu verführen, wobei 2 (!) -Zeiten sich für die offene Version entschieden haben.


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15 Kommentare

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  1. Wir sind seit sechs Jahren ein Händler der Marke Glas, immer ziemlich gut, haben separate gute Kunden verkauft, alle Typen waren nicht billig und hatten viel Spaß, besonders wenn die CL-Typen mit der sogenannten dritten Tür kamen. Sie kennen sie Goggo Isar Glass 1004 1204 1304 TS 1700 und TS echte Crack Guns Great Time 1962 1968 Gr. Stef Hartogs👍

  2. Was für schöne Coupés mit einer so schrägen Dachlinie, alles von italienischen Designern: dieses Glas GT, das Fiat Dino Coupé, der Ferrari 250 GTO. Ich selbst habe seit 20 Jahren eine Triumph GT6 mk3 (Design von Michelotti), weil ich mir keinen echten Jaguar E-Type FHC leisten konnte. Moment mal, dieser E-Typ von Jaguar stammt nicht von einem italienischen Zeichenbrett, sondern wurde komplett in England entworfen. Sogar Enzo Ferrari war beeindruckt.

  3. 1959 Pontiac Slant Six hatte einen Zahnriemen, 1960 verwendete Fiat sie in ihrem, wie Sie alle wissen, dem 124

    • Leider hatte der Fiat 124 einen 1200er Motor, nicht mit einem Zahnriemen, sondern einer darunter liegenden Nockenwelle mit Stößelstangen.

    • Ich selbst habe das Glück, einen BMW 1600 Gt zu besitzen. 8 Jahre restauriert. Ja, das normale Familienleben ging auch weiter und ich wollte wirklich so viel wie möglich selbst tun. Jetzt sieht es toll aus und ich kann Ihnen sagen, dass es auch toll fährt. Ein besonderes Auto zum Besitzen, Fahren und vor allem zum Genießen.

  4. Ha! Ich war damals auch ein 1204er. Was für ein fantastisches und für diese Zeit idiotisch schnelles Auto das war, Sie haben gesehen, wie der dicke Mercedes dieser Zeit in Ihrem Rückspiegel immer kleiner wurde. Sie waren keine beliebten Autos, nicht schön, aber was für eine Freude es war, sie zu fahren. Und das Schöne ist, dass ich jetzt wieder einen habe. Im Zustand der Scheune, aber mit gutem Willen, wird das Auto eine der wenigen noch laufenden Kopien. Bei glasjes.nl wartet er auf das, was kommen wird.

  5. Vergessen Sie nicht zu erwähnen, dass der Glas 1300-Motor die Basis des Glas 2600 V8 mit zwei Zahnriemen bildete. Dieser große Glas-Sportwagen mit dem Spitznamen „Glaserati“ wurde von Frua entworfen und das erste, was neben den schönen Linien auffiel, waren auch die riesigen rechteckigen Scheinwerfer mit dicken Chromkanten. Diese Lampen gehörten daher ... einem Tourenwagen von Kässbohrer Setra. Die Absicht war, Erfahrungen mit dem 2600 V8 zu sammeln und später eine Limousine der Spitzenklasse damit auszustatten, aber bevor sie entwickelt wurde, war Glas bereits ausgefallen.
    Nach der Übernahme wurde der Glas 2600 V8 noch eine Weile als BMW 2600 V8 und 3000 V8 weitergeführt.

  6. @Hans Eine Saite hat Vor- und Nachteile (Bruch), genau wie eine Kette übrigens (Stretch). Es kann auch auf andere Weise gemacht werden, nämlich mit Zahnrädern (zB 2CV), dem besten System, denke ich.

    Außerdem sieht ein Glas aus wie ein sportlicher, schlanker, freundlicher und aufregender Sportwagen. Ganz anders als die Autos, mit denen BMWs jetzt zu kämpfen haben.

    • Der 2cv hat jedoch keine (n) obenliegende Nockenwelle (n) im Zylinderkopf, so dass es tatsächlich möglich ist, hier mit einem Zahnradpaar zu arbeiten

    • Dies ist auch mit einer Kingsize-Achse wie der Ducati oder mit einem Exzenter wie der NSU Prinz möglich.

      Der kleine 2CV-Motor mit darunterliegender Nockenwelle kann für diese Zeit astronomische 7.000 U / min drehen, ohne dass der Mechanismus von Stößelstangen, Kipphebeln und Ventilen zu „schweben“ beginnt. Bei größeren und schwereren Motoren ist jedoch eine hohe Geschwindigkeit real Nockenwelle oder zumindest hoch im Block ist erforderlich.

  7. Ich habe ein Glas 1204 gehabt. Ein sehr schönes Auto. Ich fuhr es hin und her nach Griechenland, 1969, glaube ich, nach Athen, um dort mit dem Boot nach Mykonos (in Piräus) zu fahren. Mykonos war zu dieser Zeit eine Art Hippie-Insel, viele junge Leute aus ganz Europa waren dort, ich war auch ein Jahr zuvor dort gewesen. Kurz vor Athen liefen die Kurbelwellenlager aus. Mit viel blauem Rauch haben wir (ich und 2 Freunde) es in die BMW Garage in Athen geschafft. Glas war bereits von BMW übernommen worden, ein Glas wurde von den BMW Händlern repariert. Zum Glück hatte ich einen ANWB-Reise- und Kreditbrief, damit die Reparatur bezahlt werden konnte. Vier Wochen später konnten wir mit dem Auto in die Niederlande zurückkehren ...

    • Dies war eine Zeit, in der Probleme einfach gelöst wurden (ohne rechtlichen Aufwand) und danach ein schönes Abenteuer entstand, wie es vor 50 Jahren lief.
      Und für die Jugend: ohne WiFi hat es dann auch geklappt 😉

    • Zuerst hatte er einen 1204 und später einen 1304, das war Ende der 60er Jahre. Was für schöne Autos sie waren.

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