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Die Motorradwelt ist ...

... nicht mehr wie früher. Natürlich hatten Motorradhersteller in der Vergangenheit auch technische Probleme. Sicherlich die italienischen Motorradhersteller, die immer wieder einfach ihre Buchhalter in die Ecke stellen, um mindestens 1000 pro 5000 verdienten Lire in den Leistungssport zu investieren.


Aber das waren - so dumm und gewaltig sie auch waren - Fehler aus Leidenschaft

In den letzten Jahrzehnten hat sich im Motorradland eine neue Art von Misswirtschaft herausgebildet. Und wir stellen fest, dass es normalerweise darum geht, einst bekannte Motorradmarken auszunutzen. Das jüngste Phänomen des Tränenziehens in dieser Ecke war der x-te Tod des einst legendären Norton.

Schlechtes Management 1.0

Vielleicht wurde in 'England' kein schlechtes Management für Motorradhersteller erfunden, aber die Briten haben das Phänomen perfekt optimiert. Außerdem kann man sagen, dass ein Mann wie Edward Turner genauso genial wie verrückt war. In der früheren Phase, bevor die britische Motorradindustrie bergab ging - es gab einst 639 britische Motorradmarken -, hat dieses Zeug die meisterhaften Bücher "Was ist mit der britischen Motorradindustrie passiert?" und "Rückgang der britischen Motorradindustrie geliefert".

Zunächst die positive Nachricht: Der Kauf durch das indische TVS hat die einst führende, erfolgreiche Marke erneut gerettet. Damit ist die Geschichte für den ehemaligen Norton-CEO Stuart Garner, einen modernen Manager des reinsten Wassers, ein wahres Raubtier, nicht beendet.

Boontje kommt zu seinem Gehalt

Die britischen Justizbehörden haben Garner zu Schadensersatz in Höhe von 14 Millionen Pfund verurteilt. Immerhin hätte er im Namen von Norton so viel Geld von Pensionsfonds gestohlen, und der frühere CEO war der Treuhänder. Die Überzeugung, dieses Geld zu zahlen, ist der Sieg von 30 Investoren, die Garner verklagt haben. Aber die Probleme für den ehemaligen CEO enden hier nicht. Und natürlich muss er auch 14.000.000 Pfund abhusten. Aber weil der kluge Kerl alles in den Namen seiner Frau oder was auch immer geschrieben hat ... hat er persönlich Nada Pennies.

Zusätzlich zur Rückzahlung dieses Geldes hat der Räuberritter verschiedene Anklagen wegen seines moralisch leeren Verhaltens in Bezug auf verschiedene Verpflichtungen in der Hose. Es gibt einige Leute, die den Norton, für den sie gekauft und bezahlt haben, noch nie erhalten haben. Nortons müssen nun unter indischen Flügeln schnell wieder ausgeliefert werden. Und dass sie wissen, wie man in Indien Motorräder herstellt? Nun ... das haben sie von den Briten in der Kolonialzeit gelernt, als Enfield sein "Royal" verlor und Enfield zu Indien wurde. In der Zwischenzeit ist Enfield India wieder Royal Enfield und das Unternehmen kann die Nachfrage nach den phänomenalen, neoklassischen 650-cm³-Zwillingen kaum befriedigen.

Für Norton könnte es nach dem Brexit der Marke ein Happy End sein.

Der Norton auf den Fotos stammt aus der Sammlung von Rob Remmerswaal aus Wezup. Der 850 (mit einem funktionierenden Starter!) Stammt aus der Zeit einer weiteren Insolvenz eines Norton-Unternehmens.

 

In der Vergangenheit, als Glück noch sehr verbreitet war (Jan Eggink Archiv)

Geschrieben von Dolf Peeters

Dolf Peeters, Automobiljournalist, Texter, Übersetzer, Mitglied des Heeren van Arnhem

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