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Panacea? Weichmacher!

Ölleckage

Leckage durch DichtringDie Ursache für ein kleineres oder größeres Ölleck ist - wenn nichts gebrochen, locker oder gerissen ist - praktisch immer das Gleiche.


Es ist fast immer ein Dichtungsring (Wellendichtring, Simmerring, erfunden in 1939), der inkontinent wird. Eine solche Komponente, die nur eine Handvoll Änderung kostet, erfordert jedoch beim Austauschen in der Regel viel Zeit und Mühe. Große Köpfe suchten schnell nach schnelleren Wegen, um solche Probleme zu lösen.

Die Idee, den Fall einfach durch Hinzufügen eines Additivs zum Öl zu reparieren, ist natürlich äußerst attraktiv.

Dieser Wunderzusatz wurde gefunden, funktioniert aber nur bei "modernen" elastomeren Öldichtringen. Nicht auf Dichtungen mit Filz, Asbestschnüren mit Graphit und ähnlichen Lösungen aus der Dampfzeit. 

 

Leck drehenDer Grund, warum Öldichtungen den Geist aufgeben, ist klar: Elastomerdichtungen, die nach der Art des Kunststoffs benannt sind, aus dem sie weitgehend bestehen, werden mit der Zeit spröde. Die Elastomere enthalten Weichmacher, die sich durch ständigen Kontakt mit Öl, aber hauptsächlich durch thermische Belastungen teilweise „verflüchtigen“.

Elastomerdichtungen klingen ausgefallen, diese Bezeichnung deckt einfach die meisten Öldichtungen, O-Ringe und Ventilschaftdichtungen ab. Diese Ventilschaftdichtungen waren die Erklärung für die berühmte "blaue Wolke" in müden BMW Autoblöcken der Vergangenheit ...

DropStop, Lec Wec und andere Versiegelungsmittel enthalten den Weichmacher Di-N-Butyl-Maleinat, den die elastomeren Kunststoffe bei Kontakt wie die menschliche Haut mit Nivea haben. Wie menschliche Haut Di-N-Butylzinn-di(Monomethyl) -maleat ist weniger. Die so behandelten Dichtlippen schwellen etwas an, bekommen aber vor allem ihre Elastizität zurück und können LecWecerledige ihre Aufgabe wieder perfekt. "So lange es dauert".

Die Tatsache, dass verschiedene Anbieter es als „mildern und anschwellen“ bezeichnen, liegt einfach daran, dass das besser klingt.

Soviel zur Theorie. Wir haben eine langlebige BMW R69S Kombination mit erheblichen Ölverlusten an der hinteren Kurbelwellen-Öldichtung mit einer Dosis Lec-Wec behandelt. Gemäß den Anweisungen des Herstellers haben wir dem Motoröl genau 3 Prozent des Additivs zugesetzt. Tatsächlich verschwand das Problem nach einigen Tagen (nach etwa 500 Kilometern) vollständig.

 

 

DropStopUnser Fazit: Wenn die Dichtlippen eine mechanische Beschädigung, einen Riss oder ähnliches aufweisen, kann nur eine neue Öldichtung das Problem lösen. Und bei beschädigten Einlaufdichtflächen oder Einlaufwellen können DropStop, Lec-Wec oder ähnliche Mittel das Problem bestenfalls maskieren, aber nicht dauerhaft beheben.

Wichtiger Hinweis der Anbieter: Verwenden Sie eine korrekte Dosierung des Additivs. "Mehr" ist nicht immer besser. Glücklicherweise ist das Zeug so teuer, dass der Preis eine stimulierende Wirkung auf die richtige Dosierung hat.

Die Additive sind aber auf jeden Fall billiger als die Demontage eines Motors, eines Getriebes oder einer Achse und allein deshalb einen Versuch wert - sofern es sich um eine undichte Dichtung handelt.

Für den betreffenden BMW hat die "Reparatur" mindestens zwei weitere Saisons geleistet. Danach war es nur noch Zeit, den ganzen Block in Gang zu setzen.

Geschrieben von Dolf Peeters

Dolf Peeters, Automobiljournalist, Texter, Übersetzer, Mitglied des Heeren van Arnhem

2 Kommentare

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  1. Schönes Stück über den Weichmacher. Vielen Dank für das Lösen von Öllecks. Vielen Dank für das Hervorheben verschiedener Produkte. Sie sind praktisch.

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